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am 03.10.2020 von Philipp Brumhard

Corona-Strategien - 3 Länder im Vergleich

Titelbild Ländervergleich Corona Strategien

Deutschland, Schweden und Schweiz. Was können wir von anderen lernen? Wer schlägt sich am Besten? Corona wird maßgeblich unter biologisch-medizinischen Aspekten betrachtet. Soziologe Peter Tümmers schaut heute zur Abwechslung aus soziologischer Sicht darauf. Und das bedeutet: wie gut lösen wir es als Gemeinschaft? Wie wirksam sind die Problemlösestrategien? Ein kurzer Vergleich zwischen Deutschland, Schweiz und Schweden.

👉🏻Peter Tümmers von Schoenebeck ist Consultant von ICO ImpulseConsult Oberstdorf und Coach für interkulturelles Management

Kulturen unterscheiden sich wie Menschen

In einer Zwischenbilanz haben es diese drei Länder bislang weltweit mit am Besten gelöst. Dabei werden bis heute ganz unterschiedliche Wege beschritten. Woran liegt das? Maßgeblich ist - egal welche Problemelösestrategie man fährt - es braucht den Rückhalt der Bevölkerung. Dafür gelten kulturtypische Verhaltensmuster. Und die sind in drei besagten Ländern vollkommen unterschiedlich. Obwohl wir uns in Europa samt und sonders für Individuen halten, prägen doch kulturell gelernte Muster und kollektive Problemlosezugänge unser Gemeinschaftsverhalten. Interkulturelles Verhalten ist ein Teilbereich der Soziologie.

Ein kurzer Vergleich zeigt, warum der schwedische Corona-Weg den Deutschen versperrt ist und vermutlich gilt es auch umgekehrt. Bevor Sie jedoch weiterlesen: Verabschieden Sie sich vom „Rechthaben-Wollen“. In der interkulturellen Forschung gilt: „Die Unterscheidung in richtig-falsch ist richtig falsch.“ Auch wenn wir Deutschen so gern bewerten. Denn aus der eigenen kulturellen Sicht empfindet man die eigene Herangehensweise immer als natürlich und normal und das andere als befremdlich. Machen Sie einen sehr einfachen Test: Schreiben Sie Ihren Namen einmal mit der „falschen Hand“ oder putzen Sie sich die Zähne mit der „falschen“ Hand. Und wundern Sie sich bitte nicht, daß sie an Ihrem Zahnfleisch mehr Schaden als Nutzen anrichten. Die Dinge auf ungewohnte Weise anzugehen, führt erstmal zu schlechteren Ergebnissen und dem Gefühl, falsch zu liegen. Löst man sich von schnellen Wertungen und schaut unvoreingenommen, kann man neue Optionen entdecken. Denn: wäre ihre starke Hand für einige Wochen in Gips, würden Sie schon nach kurzem nicht mehr wissen, welches die richtige und welches die falsche Hand war.
Schauen wir also mit offenen Augen auf die Schweden und die Schweizer und zwischendurch auf uns. Und erstaunen wir uns, wie es mit Corona auch gehen kann.

Die Schweden

Beginnen wir im Norden: Schweden ist eine Konsenskultur. (Fachbegriff: „High Context Culture“). Seit 1523 ein stabiles Staatsgebilde und ohne Unterbrechung eine Monarchie ohne politische Umstürze. Das prägt Gemeinschaftsgeist und intuitive Problemlösungen. Kurz formuliert: man versteht sich intuitiv. Ähnlich wie eine alte eingesessene Wohngemeinschaft. Denn: In einer alten WG braucht es keinen Küchenplan und keine wechselseitigen Kontrollen. Statt Gesetze und Strafen genügen Vereinbarungen und Selbstverantwortung. So agieren – zum großen Unverständnis der Deutschen – die Schweden auch in der Corona-Krise.
Ganz anders Deutschland, eine sogenannte Föderalkultur. (Fachwort:“Low Context Culture“). Nie ein konsistentes Staatsgebilde gewesen, besteht es heute noch aus 16 zuteilen sehr eigenwilligen Ländern.

Die Deutschen

Seit die Schweden 1523 ein stabiles Königreich sind, wurden die Deutschen Länder vielfach zerlegt und wieder neu zusammengesetzt, immer mit Krieg und großem Streit: 1618, 1701, 1756, 1806, 1848, 1866, 1918. Zuletzt zerlegten sich die Deutschen 1945 auf spektakulärste Weise selbst und versuchen sich seit der Wiedervereinigung 1990 wieder zusammenzusetzen. Dabei wurde über die Zeit alles ausprobiert, was die Staatenlehre so hergibt: Kaiserreich, Königreiche, Staatenbund, Republik, Kommunismus, Diktatur. Wir sind mit allem durch. Selbstgewißheit und robuste nationale Identität entstehen so nicht.
Was so ein zusammengewürfeltes Konstrukt schlecht kann, ist Konsens. Dieser stellt sich selten von alleine ein sondern muss aufgrund der Unterschiedlichkeit der Teile ständig erstritten werden. Findet man mühsam einen Konsens, müssen die entstandenen Fliehkräfte gebändigt werden durch Kontrollen, Strafen und immer wieder den Appell zu Einheitlichkeit. Detailversessenheit, Obrigkeitsdenken und Regelverliebtheit sind gelernte deutsche Tugenden und kulturell über Jahrhunderte stabil verankert.
Entsprechend führen wir seit Beginn der Coronakrise einen Feldzug mit pauschalen staatlichen Maßnahmen, die im Einzelfall drastisch und manchmal überzogen wirken, aber letztlich in ihrer konsequenten Umsetzung zu Erfolgen führen. Typisch deutsch eben. Ganz anders die Schweden: wie in einer alt eingesessenen Wohngemeinschaft, genügend Gebote Stadt Verbote. Kein Lockdown, Abstandsempfehlungen und Aufruf zur Mäßigung. Gemeinschaftlich praktizierter gesunder Menschenverstand mit Eigenverantwortung der Menschen funktioniert in Schweden tatsächlich, wird aber seit Anbeginn der Krise in Deutschland missverstanden als ob es in Schweden gar keine Maßnahmen gäbe. Dass auch Gebote und Eigenverantwortung zu konsequenten Ergebnissen führen können, ist uns deutschen kulturell fremd. Was nicht mit Gesetzen, Kontrollen und Strafen belegt wird, kann nicht funktionieren – so denkt der Deutsche und hält das für normal.
Es gilt das Goethe Zitat: „Es hört doch jeder nur was er versteht.“ Das gilt leider auch für viele deutsche Medien, die einseitig durch die deutsche Brille auf Schweden schauen und so bestehende Bewertungen verstärken, statt den Blick auf neue Chancen zu wenden. Auch deshalb schauen wir seit Monaten so skeptisch nach Schweden. Soziologisch gesprochen neigen die Deutschen zu sog. „Defensivstrategien“. Dies sind Strategien zur Risikovermeidung. Die Schweden dagegen neigen als Konsens-Kultur zu „Offensivstrategien“. Dies sind Strategien zur Chancenergreifung. Was in Schweden als offensiver Umgang mit Corona am Ende zu guten Ergebnissen geführt hat, wirkte auf die Deutschen kulturell wie Fahrlässigkeit. Richtig ist, die Schweden hatten zu Beginn mehr Tote, haben Herdenimmunisierung angestrebt, haben dabei auch Fehler gemacht, aber stehen jetzt sehr stabil. Sie haben kaum mehr Tote. Bei Offensivstrategien wie in Schweden gilt Fehlermachen als Chance zum Lernen und Optimieren. Man streitet, aber man zerstreitet sich nicht. So hatten die Schweden auch in der ersten Corona-Phase, als viele alten Menschen starben, immer noch nationale Zustimmungswerte von über 60 Prozent. Bei Defensivstrategien dagegen gelten Fehler als unverzeihlich und als Versagen. Harsche wechselseitige Kritik bis zur dramatischen Abwertung des anderen sind die Folge. Deshalb ist Deutschland auch das Land mit den meisten Corona-Demos und dem härtesten medialen Kampf.
Während die Schweden emotional robust bleiben, streben wir Deutschen nach der totalen Kontrolle. Das offizielle deutsche Paradigma, jede einzelne Infektion nachverfolgen zu wollen, gleicht dem Versuch, bei Starkregen jeden einzelnen Wassertropfen zu katalogisieren. Perfektionistisch, detailversessen, deutsch. Was wir damit erreichen, ist freilich nur die Illusion von Kontrolle. Wenn das RKI zum Beispiel 7294 Neuinfektionen angibt und dabei zugleich eine Dunkelziffer vom bis zu 1 zu 12 mitgibt, hat das mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun. Die Zahl mißt auch gar nicht die Neuinfektionen, wie behauptet wird, sondern lediglich die Testintensität.
Aus soziologischer Sicht ist bedenklich aber nicht entscheidend, daß hier nur mit der Illusion von Wissenschaftlichkeit gearbeitet wird: Sozial-psychologisch ist wichtig, daß dieses Vorgehen uns Deutschen hilft, uns wohler mit der Krise zu fühlen. Wenn wir die Situation schon nicht im Griff haben, so wenigstens die Zahlen. Statistiken sind eine deutsche Tugend. Man kann sich darüber lustig machen. Was aber zählt: für uns Deutschen funktioniert das so sehr gut.
Was aus deutscher Sicht sehr vernünftig wirkt, wirkt aus skandinavischer Sicht hysterisch und übertrieben. Wer hat Recht? Antwort: es ist eine Frage des eigenen Standpunktes. Normal ist immer das eigene, das andere ist befremdlich.

Die Schweizer

Nun zur Schweiz. Sie steht spannenderweise zwischen diesen beiden sehr entfernten deutsch-schwedischen Lösungspolen.
Die Schweiz ist beides: eine Konsens- und eine Föderalkultur. Seit Ihrer Unabhängigkeit 1648 vom Römischen Reich deutscher Nation – wobei den Schweizern selbst der Rüthlischwur 1291 als Unabhängigkeitsdatum lieber ist – hat sich die Schweiz als Staat kaum verändert. Es ist das einzige Land Europas, das seit dem 30 jährigen Krieg die gleichen Außenkonturen hat und hochstabil ist. Zugleich sind die Schweizer eine Föderalkultur, weil sie seit jeher 4 Sprachengemeinschaften zusammenhalten müssen. Ein starker Bund sichert den Konsens, zugleich sind politische Willensbildung zu Gemeinden und 26 Kantonen verlagert. Die Schweiz ist gelernte Mitgestaltung und Selbstverantwortung.

😷 „Symbol Maske“

Während in Deutschland „die Maske“ mittlerweile symbolisch aufgeladen ist als Ausweis von Verantwortung und Vernunft, in Schweden nach wie vor keine Maskenpflicht besteht, gilt auch für die Schweiz: Masken Fehlanzeige. Lediglich in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht und das auch nur in einigen Kantonen. In den meisten Schulen ebenfalls keine Maskenpflicht, sondern nur die Regel für den Lehrer, 2 Meter Abstand zu halten. Kinder gelten in der Schweiz als wenig ansteckend und wenig gefährdet. Wer sich unwohl fühlt, soll zuhause bleiben und sich testen lassen. Hier werden nicht, wie in Deutschland, ganze Schulen wegen eines Falles geschlossen. Das infizierte Kind bleibt zu Hause, der Rest der Klasse macht weiter. In Deutschland undenkbar.
Auch in Geschäften, in öffentlichen Gebäuden und Ämtern sind Masken nicht zu sehen. Meine Lebensgefährtin hat einen Nebenwohnsitz im Schweizer Kreuzlingen direkt an der Grenze zum deutschen Konstanz. Wir bewegen uns also privat in beiden Ländern und jedes Mal wenn wir die Grenze überschreiten erfahren wir einen bizarren Wechsel: im deutschen Konstanz Masken aller Orten, im schweizerischen Kreuzlingen trägt auch im Rathaus niemand Maske. Menschen in Amtsstuben, alte und junge Leute wartend am Schalter und: keine Masken.
Aus soziologischer Sicht ist dieser Unterschied hoch spannend, ist doch die Lebenssituation sozio-ökonomisch, klimatisch, medizinisch beidseits der Grenze gleich. Auch das Virus sollte dasselbe sein.
Der Grund liegt in der Problemlösekultur der Schweiz, die seit jeher die Bürger als mündig integriert und an die Eigenverantwortung glaubt. So gibt es hier die Volksbefragung als Mittel der Gesetzgebung. Am vergangenen Wochenende haben die Schweizer mit 60 % Zustimmung darüber abgestimmt, daß der Ausländerzuzug nicht beschränkt wird und nun auch die Väter 2 Wochen Vaterschaftsurlaub bekommen.
Die Deutschen treibt die Angst um, etwas falsch zu machen, die Schweizer treibt um, es richtig zu machen.
Der Schweizer neigt kulturell zur Über-Vorsicht, nicht aber zu Über-Ängstlichkeit. Ein kleiner aber feiner Unterschied. Und schon gar nicht gilt er als leichtfertig oder verantwortungslos.
Deshalb lohnt es sich über die deutsche Maske einen Moment nachzudenken. Ketzerische Frage: Brauchen wir sie in dieser drastischen Form als medizinischen Schutz oder damit wir uns gut fühlen.

🌍 Kultur ist wandelbar

Vielleicht können wir Deutschen uns - bei allem Respekt vor der Gefahr des Coronavirus - in diesem Herbst von den Schweizern und Schweden etwas mehr Souveränität und Gelassenheit abschauen. Die aktuellen Zeichen in der Politik stehen eher auf bürokratischer Überreaktion. Konkretes Beispiel aus dem Allgäu: Das österreichische Kleinwalsertal, dass geographisch zum deutschen Allgäu gehört, wegen eines einzigen Infizierten, der zudem in Quarantäne sitzt, zum Risikogebiet zu erklären und damit von seinem Wirtschafts- und Lebensraum abzugrenzen, nur weil es politisch zum Vorarlberg gehört, zeugt nicht von Intelligenz und von Einbezug der Bürger.
Es zeugt auch nicht von verantwortlichem politischen Handeln, sondern von „german angst“, etwas falsch zu machen. Es zeugt von bürokratisch motiviertem Sicherheitsdenken anstatt von medizinisch motivierter Sorge.
Eben typisch deutsche "Defensivstrategie" statt gestaltender Mut.

🏔 Breaking news aus dem Allgäu

Während dieser Artikel entsteht, postet die Allgäuer Landrätin Indra Baier-Müller am 2. Oktober folgendes auf Facebook: „Das Kleinwalsertal und Jungholz sind keine Corona-Risikogebiete mehr. Die Reisewarnung ist damit aufgehoben. Ich freue mich, daß dies heute gelungen ist. Durch den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum mit dem Oberallgäu sind hier sachgerechte, grenzübergreifende und gemeinschaftliche Lösungen gefragt.“

💪 Fazit: Besondere Situationen bieten kulturell besondere Lernchancen.

„Typisch deutsch“ ist nicht für alle Zeit festgeschrieben. Für Kulturen gilt wie für Menschen: „Man wächst an seinen Aufgaben.“




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